Schimpansen
Der Schimpanse ist unter den Menschenaffen, das heißt Orang Utan, Gibbon, Gorilla und Bonobo, mit dem
Menschen entwicklungsgeschichtlich am nächsten verwandt.
Er wird ca. 50-60 Jahre alt, 150 cm groß, sein Gebiss ist so stark wie das eines Löwen und er ist bis zu viermal so kräftig wie ein Mensch. 98,4 % seiner Gene sind mit denen des Menschen identisch. Die weiblichen Tiere sind mit 6-7 Jahren geschlechtsreif, sie bekommen alle 3-4 Jahre ein Baby, welche sie bis zu 4 Jahre lang säugen. Somit kann eine gesunde Mutter 5-6 Kinder auf die Welt bringen. Ausgewachsene Schimpansen haben keine natürlichen Feinde.
Millionen dieser Tiere lebten in Äquatorial-Afrika noch vor einigen hundert Jahren, der Bestand ist aus verschiedenen Gründen auf ca. 100.000 Tiere gesunken.
Der ideale Lebensraum ist der tropische Regenwald, doch die brutale Rodung der Holzindustrie lässt ihn in erschreckendem Maße schrumpfen. Die Länder Äquatorial-Afrikas gehören zu den ärmsten und bevölkerungsreichsten Ländern der Erde. Die Jagd nach “bush-meat” nimmt stark zu, weil die Bevölkerung keine andere Versorgungsmöglichkeit hat. Zusätzlich glauben verschiedene Stämme, dass durch den Verzehr von Schimpansenfleisch die Kräfte des Tieres auf den Menschen übergehen, das führt zu steigendem Konsum auch in den Städten.
Die ungezügelte Wilderei von Antilopen tötet auch viele Schimpansen, da diese sich regelmäßig in Drahtschlingen-Fallen verfangen und nur durch schreckliche Selbstverstümmelung entkommen können. Noch immer werden aber auch Schimpansengruppen von bis zu 20 Tieren umgebracht, um an 1-2 Babys heranzukommen, die dann an Labors oder neureiche Weiße in und außerhalb Afrikas illegal verkauft werden. Schimpansen werden in Laboratorien als Versuchstiere und in privaten Haushalten als “Kuscheltiere” unter unwürdigen Bedingungen gehalten.




