Andere Bewohner
Die Gründer von Chimfunshi, Sheila und David Siddle, waren immer große Tierfreunde. Schon bevor Pal, der erste Schimpanse, zu ihnen kam, brachten Einheimische immer wieder verwundete Antilopen, Paviane und Vögel zu Sheila. Mit ihrer einmaligen Gabe, sich in die Tiere einzufühlen, gelang es ihr, die scheusten und kränklichsten unter ihnen, wieder aufzupäppeln. Die spektakulärste Rettung gelang ihr, als eine Nilpferdmutter von Wilderern erschossen wurde und ein Baby hinterließ, nur vom Vater bewacht. Billy kam nach Chimfunshi, verweigerte aber die Babyflasche. Erst als eine Amerikanerin, die zufällig zu Besuch war, über ihre Erfahrungen mit Nilpferdbabies im Zoo von Kansas City berichtete, gelang die Rettung. Die Zitzen der Nilpferde sind sehr weich und so wurde die Baby-Flasche durch einen Schwamm gedrückt, dann das immerhin schon 60 kg schwere Baby in eine mit Wasser gefüllte Plastikplane gesteckt und dort mit der “Schwammflasche” gefüttert. Heute ist Billy (weiblich) 2,5 Tonnen schwer und lebt völlig frei auf dem Gelände. Hin und wieder kommen wilde Kollegen und nehmen sie auf ihren Wanderungen mit, sie kehrt aber nach einiger Zeit immer wieder nach Hause zurück.
In Eulen leben angeblich Hexen. Die Einheimischen steinigen diese “weisen” Vögel und töten sie grausam. Manchmal kommen derart misshandelte Tiere zu Sheila, die diese rührend aufpäppelt. Können sie wieder fliegen, verschwinden sie für Tage und Wochen, kommen aber regelmäßig wieder zu ihrer neuen Mutter.
Mit der Zeit wurden viele konfiszierte Graupapageien auf Chimfunshi in einer großen Voliere zu einer Gruppe zusammengefasst. Ihr Handel ist, genau wie bei den Schimpansen, international verboten. Sie stehen ganz oben auf der roten Liste des Washingtoner Artenschutz-Abkommens. Bisher gab es noch keinen Nachwuchs, aber … Wir werden berichten!
So finden sich auf Chimfunshi diverse Antilopen, Vögel, Hunde, Katzen und die auffälligen Pfaue, deren Radschlag jeder Besucher fotografiert.





